Diese Bild zeigt eine zweidimensionale wellenförmige Graphen-Struktur.
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Werk­stof­fe (Advanced Materials)

Neue und funk­tio­nel­le Werk­stof­fe sind die Basis einer jeden In­no­va­ti­on und der Schlüs­sel zur Be­wäl­ti­gung vie­ler glo­ba­ler Pro­ble­me. Daher kommt den Werk­stof­fen in Clus­ter 4 in der Research and Innovation Orientation 4.3 – Advanced Materials“ be­son­de­re Be­deu­tung zu.

Das Ziel ist es, die Er­for­schung und Ent­wick­lung neuer Werk­stof­fe zu för­dern. Dabei wer­den ver­schie­de­ne Aspek­te adres­siert:

Um­welt & Nach­hal­tig­keit: Neue Werk­stof­fe müs­sen nach­hal­tig, wie­der­ver­wert­bar und damit kom­pa­ti­bel zur zir­ku­lä­ren Wirt­schaft sein. Neue Ma­te­ri­al­kon­zep­te stel­len au­ßer­dem in­dus­trie­re­le­van­te und um­welt­freund­li­che Lö­sun­gen dar. So kön­nen z. B. Ma­te­ria­li­en für die Ka­ta­ly­se zur Lö­sung von Pro­ble­men bei der Ge­win­nung und Ver­wen­dung er­neu­er­ba­rer En­er­gien und damit zur De­kar­bo­ni­sie­rung der eu­ro­päi­schen In­dus­trie bei­tra­gen. Damit hat die Ma­te­ri­al­for­schung enge An­knüp­fungs­punk­te zum „European Green Deal

Si­cher­heit: Die Ge­win­nung und Ver­wen­dung neuer Werk­stof­fe soll si­cher sein und zur Si­cher­heit bei­tra­gen, zum Bei­spiel im Punkt Feu­er­be­stän­dig­keit. Au­ßer­dem sol­len sie die Ab­hän­gig­keit Eu­ro­pas von kri­ti­schen Roh­stof­fen re­du­zie­ren.

Funk­tio­na­li­tät: Fort­ge­schrit­te­ne Werk­stof­fe müs­sen funk­tio­nell und viel­sei­tig an­wend­bar sein. Sie bie­ten Lö­sun­gen u.a. in den Be­rei­chen Me­di­zin und tra­gen somit zur Ge­sund­heit der eu­ro­päi­schen Be­völ­ke­rung bei. Werk­stof­fe, die bio­lo­gi­sche Funk­tio­nen imi­tie­ren (Bio­lo­gi­sie­rung der Tech­nik), haben eben­falls brei­te An­wen­dungs­ge­bie­te. Auch die Ebene des Pro­dukt­de­signs pro­fi­tiert – dem An­satz „innovative materials by design“ fol­gend - von neuen Werk­stof­fen. Ge­ne­rell müs­sen die Werk­stof­fe in in­dus­tri­el­len Wert­schöp­fungs­ket­ten ver­wend­bar sein.

Werk­stoff­ent­wick­lung: Der Weg von der Grund­la­gen­for­schung zu Ma­te­ria­li­en bis hin zur fi­na­len Pro­duk­ti­on um­fasst viele Schrit­te: Cha­rak­te­ri­sie­rung, Mo­del­lie­rung, Ver­ar­bei­tung, Ska­lie­rung sowie die Be­wer­tung durch die In­dus­trie. Daher muss klei­nen und mitt­le­ren Un­ter­neh­men Zu­gang zu einem eu­ro­pa­wei­ten In­no­va­ti­ons­öko­sys­tem, das u. a. Test­stän­de und Pi­lot­be­trie­be ent­hält, er­mög­licht wer­den. Die­ses Sys­tem soll alle re­le­van­ten Pro­zess­schrit­te ein­schließ­lich der Ri­si­ko­ana­ly­se und -​bewertung der Werk­stof­fe ab­de­cken.

In­ves­ti­tio­nen in die „Research and Innovation Orientation 4.3 – Advanced Materials“ sol­len den Weg zu neuen, nach­hal­ti­gen, si­che­ren und funk­tio­nel­len Ma­te­ria­li­en ebnen, die die Wett­be­werbs­fä­hig­keit der eu­ro­päi­schen In­dus­trie stei­gern.

wei­te­re In­for­ma­tio­nen zum Thema

Ak­tu­el­le Aus­schrei­bungs­the­men mit Fokus auf Werk­stof­fe sind im Ho­ri­zont Eu­ro­pa Ar­beits­pro­gramm 2023 und 2024 ins­be­son­de­re in der DESTINATION 2 – Increased autonomy in key strategic value chains for resilient industry  von Cluster 4 - Digital, Industry and Space ent­hal­ten.